Machbarkeitsanalyse & Prozessentwicklung

    Technische Bewertung und optimale Prozessstrategie von Anfang an

    Bevor wir Material, Anlage und Takt festlegen, klären wir die entscheidende Frage: Funktioniert die Anwendung zuverlässig – und unter welchen Bedingungen?


    Mit der Machbarkeitsanalyse schaffen wir eine belastbare Grundlage für alle weiteren Schritte. Wir übersetzen eure Bauteilanforderungen in ein tragfähiges Prozesskonzept und definieren das erste Prozessfenster, auf dem Versuche, Bemusterung und später der Serienanlauf sicher aufbauen.

    Dabei betrachten wir Material, Technik und Anwendung immer als Gesamtsystem – denn reproduzierbare Qualität entsteht nicht durch ein einzelnes Produkt, sondern durch eine saubere Prozessauslegung.

    Was wir in der Machbarkeitsanalyse typischerweise klären

    • Anforderungen & Randbedingungen: Bauteil, Funktion, Oberfläche, Takt, Umgebung, Schnittstellen
    • Material & Reaktionsverhalten: Viskosität, Topfzeit, Temperaturfenster, Haftung, Entlüftung, Aushärtung
    • Prozess & Applikation: Misch-/Dosierbarkeit, Auftragsbild, Schichtdicke, Füllverhalten, Start/Stop, Reinigbarkeit
    • Qualität & Absicherung: Prüfmerkmale, Messpunkte, Akzeptanzkriterien, Reproduzierbarkeit
    • Risiken & Roadmap: kritische Einflussfaktoren, Alternativen, nächste Schritte bis zur Bemusterung/Serie

    Ergebnis: Eine klare Empfehlung, wie der Prozess aufgebaut werden sollte – inklusive erster Parameterkorridore und einer Roadmap, die Zeit spart, Risiken reduziert und Entscheidungen beschleunigt.

    • Technische Prozessbewertung

      Pultex bewertet die Machbarkeit unter realistischen Randbedingungen: Geometrie, Takt, Umgebung, Belastungen, Oberflächenanforderung, Dichtheit/Haftung, optische Kriterien. Dabei identifizieren wir die kritischen Einflussgrößen (z. B. Temperaturfenster, Entlüftung, Mischqualität, Auftragsbild, Aushärtung) und leiten daraus ab, wo Prozessrisiken entstehen können – und wie man sie von Anfang an robust macht.

      Ergebnis: klare Machbarkeitsaussage + priorisierte Risiken + erste Prozesshypothesen.

    • Material- & Verfahrensauswahl

      • Materialseite: bewährte Harzsysteme/Flüssigkunststoffe aus eurem Partnerportfolio oder – wenn nötig – tailor-made Formulierungen über eure Herstellerpartner, abgestimmt auf Prozess und Zielwerte.
      • Verfahrensseite: Auswahl/Abgleich je nach Anwendung: Kleben, Dichten, Beschichten/Lackieren, Verguss oder Harzverarbeitung (z. B. Infusion/RTM).

      Ergebnis: material- und verfahrensseitige Entscheidungsvorlage, die nicht nur „technisch geht“, sondern in Serie stabil läuft.

    • Applikations- & Anlagenkonzept

      • Welche Misch-/Dosierarchitektur (z. B. 2K/mehrkomponentig, Förder- und Temperierkonzept, Materialhandling)
      • Welche Applikationsart (Raupe/Fläche, Spray, Verguss, kontrollierter Materialeintrag)
      • Welche Peripherie (Temperierung, Entlüftung, Filterung, Materialversorgung, Reinigungs-/Spülkonzept)

      Das Konzept wird so gedacht, dass es wartbar, bedienbar und skalierbar ist – und später auch Service/Verfügbarkeit mitdenkt.

      Ergebnis: belastbares Anlagen-/Applikationskonzept als Grundlage für Versuche, Bemusterung und Umsetzung.

    • Prozessfenster & Parameterdefinition

      Typische Parameter (je Anwendung):

      Mischungsverhältnis / Durchsatz / Druck / Temperatur

      • Viskosität/Topfzeit / Reaktions- & Aushärtungsfenster
      • Auftragsgeometrie (Raupen-/Flächenbild), Schichtdicke, Füllgrade
      • Start/Stop, Entlüftung, Zykluszeit, Reinigungsintervalle

      Diese Parameter werden so festgelegt, dass sie später im Technikum und in der Linie messbar überprüfbar sind.

      Ergebnis: definierter Parameterkorridor als Basis für Versuchsplan, Muster und Serienüberführung.

    • Qualitäts- & Prüfkonzept

      Je nach Anwendung z. B.:

      • Haftung/Festigkeit, Dichtheit, Oberflächenbild
      • Schichtdicke, Füllgrad, Poren/Voids (bei Composites/Verguss)
      • Gewicht/Materialverbrauch, Aushärtegrad, Maßhaltigkeit

      Wichtig: Prüfkonzept so gestalten, dass es in eurer Realität funktioniert (Produktion/QA) und nicht nur auf Papier.

      Ergebnis: klare Akzeptanzkriterien + Messpunkte + Prüfmethodik für Bemusterung und Serie.

    • Wirtschaftlichkeit + Roadmap

      • Taktzeit-/Durchsatzfähigkeit, Automatisierungspotenzial
      • Materialverbrauch, Ausschuss-/Nacharbeitsrisiko
      • Rüst-/Reinigungsaufwand, Verfügbarkeit, Wartungszugang
      • Skalierung: „Was ändert sich von Muster zu Serie?“

      Daraus entsteht eine konkrete Roadmap: Versuche im Technikum → Bemusterung → Dokumentation → Scale-up & Anwendungsbegleitung – inklusive nächster Schritte und Meilensteine.

      Ergebnis: Entscheidungssicherheit (Technik + Kosten) und ein umsetzbarer Plan bis zur Serie.

    Alexander Wege

    Ihr Ansprechpartner

    Schreiben Sie mir

    Shop