Harzsysteme & Flüssigkunststoffe

    Maßgeschneiderte Materiallösungen für anspruchsvolle Anwendungen

    Harzsysteme & Flüssigkunststoffe
    Nicht jeder Prozess passt zu einem Standardmaterial. Deshalb denken wir Harzsysteme und Flüssigkunststoffe nicht nur als Produkt, sondern als prozessbestimmenden Werkstoff: Er muss zur Anwendung, zum Bauteil, zur Anlage und zu den wirtschaftlichen Anforderungen passen.

    Unser Portfolio reicht von Polyesterharzen, Polyurethanen und Epoxidharzen über Polyurea, Acrylate und weitere reaktive Kunststoffsysteme bis hin zu kundenspezifisch angepassten Sonderlösungen. Gemeinsam mit unseren festen Partnern und Lieferanten entwickeln wir Materialien, die exakt auf den jeweiligen Einsatz abgestimmt sind – zum Beispiel in Bezug auf Viskosität, Reaktionszeit, Haftung, Flexibilität, Härte, Temperaturbeständigkeit, Chemikalienresistenz oder Verarbeitungsfenster.

    Unsere besondere Stärke liegt in tailor-made products: Wenn ein Standardmaterial nicht ausreicht, entsteht gemeinsam mit unseren Entwicklungspartnern ein Materialsystem, das zum Prozess passt – nicht umgekehrt. So verbinden wir Materialkompetenz, Anwendungserfahrung und Dosiertechnik zu Lösungen, die sich zuverlässig verarbeiten lassen und im späteren Einsatz dauerhaft überzeugen.

    Ob Composite-Anwendung, Kleben und Dichten, Verguss, Beschichtung, Schäumen oder Spezialanwendung: Wir unterstützen bei der Auswahl, Anpassung und Entwicklung des passenden Harzsystems – vom ersten Muster bis zur serienfähigen Lösung.

     

    Beschichtungen

    Schutz, Funktion und Veredelung für langlebige Oberflächen

    Beschichtungen schützen Oberflächen dort, wo sie dauerhaft belastet werden – durch Abrieb, Korrosion, Feuchtigkeit, Chemikalien, UV-Strahlung, Schlagbeanspruchung oder Witterungseinflüsse. Im Mittelpunkt stehen Harz- und Beschichtungssysteme, die Bauteile widerstandsfähiger machen, ihre Lebensdauer verlängern und Funktion sowie Optik langfristig sichern.

    Ein besonderer Fokus liegt auf Polyurea-Beschichtungen sowie auf IMC-Systemen – In-Mould-Coatings. Während Polyurea vor allem für robuste, elastische und schnell reagierende Schutzschichten eingesetzt wird, ermöglichen In-Mould-Coatings die Beschichtung direkt im Werkzeug. Die Oberfläche entsteht also bereits während des Formprozesses – gleichmäßig, reproduzierbar und ohne aufwendige nachträgliche Lackierung.

    Gerade bei Composite- und Formbauteilen kann IMC ein entscheidender Vorteil sein: weniger Prozessschritte, reduzierte Nacharbeit, kürzere Durchlaufzeiten und eine hochwertige, belastbare Oberfläche direkt aus dem Werkzeug. Je nach Anwendung lassen sich Eigenschaften wie Farbe, UV-Beständigkeit, Kratzfestigkeit, Chemikalienbeständigkeit oder Oberflächenqualität gezielt einstellen.

    Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir bei der Auswahl und Entwicklung passender Beschichtungssysteme – abgestimmt auf Untergrund, Bauteil, Belastung und Produktionsprozess. Neben bewährten Standardsystemen sind auch kundenspezifische Anpassungen möglich, etwa bei Reaktionszeit, Elastizität, Härte, Schichtdicke, Abriebfestigkeit oder Beständigkeit.

    So entstehen Beschichtungslösungen, die nicht nur schützen, sondern den gesamten Fertigungsprozess effizienter machen – vom klassischen Oberflächenschutz über Verschleiß- und Korrosionsschutz bis hin zu In-Mould-Coatings für fertige Bauteile direkt aus dem Werkzeug.

    Polyurethane

    Vielseitige Systeme für strukturelle und elastische Anwendungen

    Polyurethane gehören zu den vielseitigsten Kunststoffsystemen und lassen sich je nach Formulierung sehr unterschiedlich einstellen – von harten, dämmenden Schaumsystemen bis zu weichen, komfortablen Formteilen oder hochbelastbaren Elastomeren. Genau diese Bandbreite macht PU-Systeme in vielen Industrien so interessant: Sie können isolieren, polstern, schützen, beschichten, abdichten oder mechanisch beanspruchte Bauteile dauerhaft funktional machen.

    Im Bereich PU-Schäume reicht das Spektrum von Hartschäumen für Isolierung und Dämmung – etwa bei Rohrleitungen, Kälteleitungen, Warmwasserspeichern, Kühlgeräten oder Bauelementen – über halbharte Integralschäume für Armlehnen, Griffe, Verkleidungen und technische Formteile bis hin zu Weichschäumen für Sitze, Polster und Komfortanwendungen.

    Darüber hinaus spielen Polyurethane auch als Beschichtungen und Lacke eine wichtige Rolle. Wasserbasierte und lösemittelbasierte PU-Lacke werden eingesetzt, wenn Oberflächen beständig, hochwertig und langlebig ausgeführt werden müssen – beispielsweise mit guter Abriebfestigkeit, Chemikalienbeständigkeit, Elastizität oder Witterungsstabilität.

    Für besonders belastbare Anwendungen kommen außerdem PU-Gießelastomere zum Einsatz. Sie verbinden hohe mechanische Widerstandsfähigkeit mit Elastizität und eignen sich für Formteile, Rollen, Dämpfungselemente, Verschleißteile oder technische Komponenten, bei denen klassische Kunststoffe oder Gummi an Grenzen stoßen.

    Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir bei der Auswahl und Entwicklung passender Polyurethan-Systeme – abgestimmt auf Anwendung, Verarbeitungsprozess und gewünschte Bauteileigenschaften. Ob Standardmaterial oder tailor-made Produkt: Entscheidend ist ein PU-System, das zuverlässig verarbeitet werden kann und im Einsatz dauerhaft überzeugt.

    Klebstoffe

    Hochfeste Verbindungen für unterschiedlichste Werkstoffe

    Klebstoffe übernehmen in modernen Fertigungsprozessen immer häufiger Aufgaben, die früher klassisch durch Schweißen, Schrauben, Nieten oder mechanische Verbindungselemente gelöst wurden. Der Grund: Verklebungen ermöglichen gleichmäßige Kraftübertragung, verbinden unterschiedliche Werkstoffe und vermeiden punktuelle Spannungsspitzen – ohne Wärmeeintrag, Verzug oder zusätzliche Bohrungen.

    Gerade bei strukturellen Verklebungen entstehen stabile, dauerhafte und belastbare Verbindungen, die sich ideal für Leichtbau, Mischbauweisen und moderne Bauteildesigns eignen. Gleichzeitig können korrosionsanfällige Schraubverbindungen reduziert oder ersetzt werden. Das verbessert nicht nur die Optik und Dichtigkeit, sondern auch die Langzeitbeständigkeit der Verbindung.

    Die Bandbreite reicht von Epoxid-, Polyurethan-, Acrylat- und MMA-Klebstoffen bis hin zu elastischen Kleb- und Dichtsystemen. Je nach Anwendung lassen sich Eigenschaften wie Festigkeit, Flexibilität, Topfzeit, Aushärtegeschwindigkeit, Temperaturbeständigkeit, Spaltüberbrückung oder Medienbeständigkeit gezielt einstellen.

    Typische Einsatzbereiche sind Automobil- und Fahrzeugbau, Composite-Bauteile, Marine, Transport, Maschinenbau, Elektroindustrie und Bauanwendungen. Ob großflächige Strukturverklebung, elastische Verbindung, Montageklebung oder Hybridanwendung aus Kleben und Dichten: Entscheidend ist, dass Material, Oberfläche und Prozess zusammenpassen.

    Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir bei der Auswahl und Entwicklung passender Klebstoffsysteme – vom bewährten Standardprodukt bis zur kundenspezifischen Lösung. Ziel sind Verklebungen, die nicht nur halten, sondern den gesamten Fertigungsprozess effizienter, sauberer und langlebiger machen.

    GFK / CFK

    Leichtbauwerkstoffe mit maximaler Stabilität und Performance

    In der Faserverbundwelt entscheidet nicht ein einzelnes Material über die Qualität des Bauteils, sondern das perfekte Zusammenspiel der Komponenten. Von der Oberfläche über das Laminat bis hin zu angeklebten Bauteilen müssen Gelcoat, Harzsystem, Klebeharz und Zusatzfunktionen exakt aufeinander abgestimmt sein – technisch, optisch und prozessseitig.

    Für GFK- und CFK-Anwendungen kommen unterschiedliche Basisharze zum Einsatz: Polyesterharze, Epoxidharze und Polyurethanharze bilden die Grundlage für leistungsfähige Composite-Bauteile. Ergänzt werden sie durch Gelcoats für hochwertige Oberflächen, Klebeharze für sichere Verbindungen sowie Brandschutzharze, wenn erhöhte Anforderungen an Sicherheit und Zulassung bestehen.

    Gerade bei Faserverbundbauteilen beeinflusst die Materialauswahl direkt die spätere Bauteilqualität: Benetzung der Fasern, Entlüftung, Haftung, Oberflächenbild, mechanische Eigenschaften und Beständigkeit hängen eng mit dem gewählten System zusammen. Gleichzeitig spielt die Taktzeit eine zentrale Rolle – denn Reaktivität, Topfzeit, Aushärtung und Entformbarkeit bestimmen, wie wirtschaftlich ein Prozess tatsächlich läuft.

    Wir unterstützen euch bei der Auswahl und Entwicklung passender Harz- und Materialsysteme für GFK und CFK – vom Standardprodukt bis zur kundenspezifischen Lösung. Ziel ist ein abgestimmtes Gesamtsystem, das zuverlässig verarbeitet werden kann, reproduzierbare Bauteilqualität liefert und den Fertigungsprozess effizienter macht.

    Trennmittel & Additive

    Prozessoptimierung durch gezielte Materialmodifikation

    Trennmittel und Prozessadditive sind oft unscheinbare, aber entscheidende Bausteine für stabile und wirtschaftliche Fertigungsprozesse. Sie beeinflussen, ob Bauteile sauber entformen, Oberflächen reproduzierbar gelingen, Werkzeuge geschützt werden und Prozesse mit möglichst wenig Nacharbeit laufen.

    In der Verarbeitung von GFK, CFK, Polyurethanen, Epoxidharzen, Polyesterharzen und weiteren reaktiven Kunststoffsystemen kommt es darauf an, dass Trennmittel, Harzsystem, Werkzeugoberfläche und Prozess exakt zusammenpassen. Ein falsch abgestimmtes Trennsystem kann zu Anhaftungen, Oberflächenfehlern, Lackierproblemen, erhöhtem Reinigungsaufwand oder schwankender Bauteilqualität führen.

    Neben klassischen externen Trennmitteln spielen interne Trennmittel und Prozessadditive eine wichtige Rolle. Sie können Entformung, Fließverhalten, Benetzung, Entlüftung, Oberflächenqualität, Reaktionsverhalten oder Prozessstabilität gezielt beeinflussen. Gerade in der Serienfertigung entscheiden diese Details darüber, ob ein Prozess zuverlässig, taktstabil und wirtschaftlich läuft.

    Pultex denkt Trennmittel und Additive deshalb nicht als reine Hilfsstoffe, sondern als Teil des gesamten Produktionsprozesses. Ziel ist eine zuverlässige Entformung, saubere Oberflächen, weniger Nacharbeit und ein Prozess, der auch bei steigenden Stückzahlen stabil bleibt.

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    Thomas Bongard

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