Thermisch leitfähige Materialien

    verschleißarm fördern, dosieren und mischen

    Eine lange Klebenaht am Fahrzeugaufbau, eine umlaufende Gehäusedichtung oder die Verbindung unterschiedlicher Werkstoffe: Kleben und Dichten stellt vielfältige Anforderungen an die Verarbeitung. Dabei zählt nicht allein, welches Material eingesetzt wird, sondern wie zuverlässig es gefördert, dosiert, vermischt und aufgetragen wird.

    Wir liefern, entwickeln und bauen Anlagenlösungen für industrielle Kleb- und Dichtprozesse – vom handgeführten Arbeitsplatz bis zur automatisierten Applikation. Materialversorgung, Dosiertechnik, Mischsystem und Auftragswerkzeug werden aufeinander abgestimmt und in Ihren Fertigungsablauf eingebunden. Ob einkomponentiger Dichtstoff oder reaktiver Mehrkomponentenklebstoff: Die Anwendung bestimmt das Anlagenkonzept.

    Dosier- und Mischanlagen

    Anspruchsvolle Materialien. Anspruchsvolle Komponenten.

    Gap Filler, Wärmeleitpasten und thermisch leitfähige Kleb- oder Vergussmassen stellen hohe Anforderungen an die Dosiertechnik. Entscheidend sind definierte Materialmengen, ein gleichmäßiger Auftrag und bei Zweikomponentensystemen eine zuverlässige Vermischung im vorgegebenen Verhältnis. Gleichzeitig müssen die Anlagen mit hohen Viskositäten und abrasiven Füllstoffen umgehen können – nicht nur während der ersten Versuche, sondern im täglichen Produktionsbetrieb.

    Wir liefern, entwickeln und bauen materialgerecht ausgelegte Dosier- und Mischanlagen für diese Aufgaben. Dosierprinzip, Mischtechnik, Materialwege und Prozessüberwachung werden auf die jeweilige Rezeptur und Anwendung abgestimmt. Verschleißbeständige Komponenten und ein wartungsfreundliches Anlagenkonzept stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie Dosiergenauigkeit und Taktzeit. Vom bedienergeführten Arbeitsplatz bis zur automatisierten Fertigungszelle entsteht eine Lösung, die Präzision und wirtschaftlichen Betrieb zusammenbringt.

    Fördersysteme

    Zähe Pasten bewegen. Harte Füllstoffe beherrschen.

    Die Herausforderung beginnt bereits bei der Entnahme aus dem Gebinde: Hochviskose Wärmeleitmaterialien lassen sich nicht mit jeder Pumpe zuverlässig und dauerhaft fördern. Ihre Füllstoffe können materialberührte Oberflächen und Dichtungen stark beanspruchen. Neben der Viskosität bestimmen deshalb Füllstoffanteil, Partikelgröße, Partikelform und Mohshärte die Anforderungen an das Fördersystem. Ungeeignete Pumpen können frühzeitig verschleißen und häufige Reparaturen, Materialverluste oder Produktionsunterbrechungen verursachen.

    Unsere Förderkonzepte setzen auf geeignete Gebindeentleerung, verschleißoptimierte Pumpentechnik und abgestimmte Werkstoff- und Dichtungskombinationen. Fördermenge, Leitungsquerschnitte und Druckverhältnisse werden so ausgelegt, dass das Dosiersystem zuverlässig versorgt und das Material möglichst schonend transportiert wird. Das Ziel: längere Standzeiten, weniger ungeplante Wartung und eine stabile Versorgung auch bei anspruchsvollen TIM-Rezepturen. Verschleiß lässt sich dabei nicht pauschal ausschließen – aber durch passende Technik gezielt begrenzen.

    Dosierventile

    Sauber starten. Kontrolliert stoppen.

    Am Ende des Materialwegs entscheidet das Dosierventil mit darüber, wie präzise der Auftrag gelingt. Ob einzelne Dosierpunkte, durchgehende Raupen oder flächige Auftragsmuster: Das Öffnungs- und Schließverhalten muss zur Materialbeschaffenheit, Austragsmenge und Bewegung des Auftragswerkzeugs passen. Gerade bei hochgefüllten Wärmeleitmaterialien werden Ventilsitze, Dichtungen und andere materialberührte Komponenten stark beansprucht.

    Für diese Bedingungen setzen wir auf anwendungsgerecht ausgewählte, verschleißbeständige Ventilkonzepte. Materialdurchgang, Düsenquerschnitt und Ventilansteuerung werden auf den Prozess abgestimmt, um eine kontrollierte Materialabgabe zu unterstützen und Nachtropfen oder Fadenziehen zu reduzieren. Auch die Zugänglichkeit für Reinigung und den Austausch von Verschleißteilen fließt in die Auswahl ein. So verbindet sich ein präzises Auftragsbild mit einer Technik, die sich im Produktionsalltag wirtschaftlich betreuen lässt.

    Automatisierte Applikation

    Die richtige Menge. Am richtigen Ort. Im richtigen Takt.

    Ob einzelne Dosierpunkte, durchgehende Raupen oder flächige Auftragsmuster: Automatisierte Applikation bringt Material gezielt und wiederholbar auf das Bauteil. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Dosiermenge, Positionierung und Bewegungsablauf. So lassen sich Wärmeleitmaterialien, Klebstoffe und Dichtmassen mit definierten Auftragsbildern verarbeiten – auch bei anspruchsvollen Geometrien und wiederkehrenden Fertigungsabläufen.

    Wir entwickeln Anlagenkonzepte, die Dosier- und Mischtechnik mit Robotern, Linearportalen und übergeordneten Steuerungen verbinden. Vom eigenständigen Dosierarbeitsplatz bis zur Integration in bestehende Produktionszellen richten sich Materialversorgung, Dosierventil und Bewegungsführung nach Ihrer Anwendung. Bauteilwechsel und unterschiedliche Auftragsprogramme werden ebenso berücksichtigt wie die geforderte Taktzeit. Bei hochviskosen und abrasiven TIM-Rezepturen bleibt dabei die materialgerechte, verschleißoptimierte Auslegung des gesamten Förder- und Dosierwegs entscheidend.

    Je nach Anlagenkonzept ergänzen kameragestützte Positionierung und die Erfassung relevanter Dosierdaten den automatisierten Ablauf. Sie unterstützen die Zuordnung der Auftragspunkte zum Bauteil und machen Prozessparameter nachvollziehbar. So wird aus einer wiederkehrenden manuellen Aufgabe ein kontrollierter Fertigungsschritt – mit reproduzierbarem Materialauftrag, geringerem Bedienereinfluss und einer Automatisierung, die zu Ihrer Produktion passt.

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